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Wenn die satten gelben Ähren
abgemäht, ist weh mein Herz.
Kann mich nicht dagegen wehren.
Stark ist dieser Abschiedsschmerz.

Auch der Sommer wird bald scheiden.
Meine Trauer steigert sich.
Hielt ihn gern mit Händen, beiden.
Rücksichtslos verlässt er mich.

Der Herbst, im Übermaß an Regen,
schüttet gern die Wolken aus.
Man sagt, der Regen bringt den Segen,
mich aber fesselt er ans Haus.

Der Winter ist und bleibt ein Schlimmer.
Vereist so manches frohe Herz.
Bis zum nächsten Frühlingsschimmer.
Bis zum Frühlingsmonat März.

© Heidi Hollmann