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Sommer, du bist gar nicht nett.
Schickst Wolken uns und Regen.
Da bleiben wir in unsrem Bett.
Es ist uns Freund und Segen.

Dein Bruder Wind reisst voller Wut
die Früchte von den Bäumen.
Entwendet manchen schönen Hut,
bringt manchen arg zum Schäumen.

Wozu bist Sommer, du uns gut?
Zum Gähnen und Sinnieren?
Du nimmst uns unser bißchen Mut.
Den woll`n wir nicht verlieren.

Als Wandervögel reisen wir
Im Flugzeug, Richtung Süden.
In ein viel schöneres Revier.
Um nicht so zu ermüden.

Wir suchen auf den Ballermann
wo wir uns einen heben.
Und lächelt uns die Sonne dann,
winkt uns ein neues Leben.

© Heidi Hollmann