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Sind erst die Fliederdolden hin
und frisch ergrünt die Tannen.
Weiss ich, warum ich traurig bin:
Der Frühling schleicht von dannen.

Der Sommer kommt sacht über Nacht.
Wie könnt es anders sein.
Er ist es, der mir Laune macht,
er schenkt uns auch den Wein.

Der Herbst setzt gern noch einen drauf.
Er muss sich immer zeigen.
Er regt so lang die Winde auf,
bis alle Drachen steigen.

Der Winter gar nicht mehr so fern
mit Eis und Schneekristallen,
er ist und bleibt mein Augenstern.
An ihm find ich Gefallen.

Im nächsten Frühjahr alsodann,
erfreut mich neuer Flieder.
Das Blühen fängt von vorne an.
Verlässlich, immer wieder.

© Heidi Hollmann